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Wenn der Computer die Hausaufgaben kontrolliert

"Roboter und die Automatisierung werden in Zukunft viele Arbeitsplätze kosten" - solche oder ähnliche Überschriften begleiten uns mittlerweile fast täglich in den Medien. 

 

"Werden Roboter und die Automatisierung auf Lehrer*innen ersetzen?" - sicherlich nicht. Die Zukunftsszenarien von George Orwell zeigen, dass solche Ängste unnötig sind. Soziale Kontakte werden immer im Zentrum des menschlichen Seins und des gemeinsamen Lernen stehen.

 

Aber...was können Roboter bzw. die digitale Automatisierung des Lernens bereits bereits heute für Lehrer*innen leisten? Gibt es nicht genügend zeitraubende Tätigkeiten, die dazu prima geeignet wären?

Günther, Automatisierungsroboter - fühlt sich falsch verstanden: "Ich will euch doch nur helfen und nicht ersetzen."
Günther, Automatisierungsroboter - fühlt sich falsch verstanden: "Ich will euch doch nur helfen und nicht ersetzen."

 

 

 

Das große Missverständnis: Digital Medien nutzen heißt nicht automatisch Digitales Lernen (und hat auch nichts mit virtuellem Lernen zu tun)

Häufig bekommen wir Fragen und Sätze wie:

"Wenn ich lange Texte lese, lese ich besser auf Papier als vor dem Bildschirm, warum sollte ich also digital lernen?"

 

"Was ist denn der Vorteil eines Whiteboards? Ich kann meine Tafel auch abfotografieren und danach versenden."

 

"Mit haptischen Reizen, dem Blättern eines Blatts und dem Gefühl, wie der Stift über das Papier fährt, werden doch viel mehr Sinne angeregt."

 

Diesen Aussagen stimmen wir vollkommen zu, sie sind aber keine Argumente gegen das digitale Lernen. Digitales Lernen bedeutet nicht, analoge Inhalte auf ein digitales Medium zu übertragen oder analoge Lernmethoden abzulösen. Es bedeutet, Methoden und Vorgehensweisen neu zu denken.

 

Kurzer Hinweis: Wir sprechen hier von digitalem Lernen als dem Lernen mit digitalen Lerninhalten und unterscheiden das von virtuellem Lernen, bei dem man sich z.B. per Videokonferenz virtuell trifft.

 

 

 

 

Was heißt das konkret?

Nehmen wir ein Beispiel: Warum benutzen wir z.B. Office-Produkte wie Textverarbeitung? Ist es alleine, dass wir Papier sparen? Oft drucken wir die Inhalte doch sogar wieder aus. Es sind andere Dinge, die uns Vorteile bieten:

  • Automatisierung: Text werden z.B. durch Rechtschreibkontrollen automatisch korrigiert, was uns die Arbeit extrem erleichtert.
  • Reproduzierbarkeit: Inhalte können von fremden oder eigenen Quellen einfach kopiert und übernommen werden
  • Korrigierbarkeit: Digitale Inhalte sind nachträglich anpassbar
  • Zugriff von Überall: Durch Mobilgeräte kann man auf Dokumente mittlerweile überall zugreifen
  • Möglichkeit zu Teilen: Digitale Inhalte können buchstäblich in Lichtgeschwindigkeit geteilt werden.

 

 

 

 

Was bedeutet das für digitales Lernen und welche Vorteile ergeben sich für Lehrer*innen?

Lasst uns diese Vorteile auf digitales Lernen übertragen:

  • Automatisierung: Die Erstellung sowie die Kontrolle von Arbeitsblättern oder Tests werden automatisiert vorgenommen. Hierbei kann z.B. künstliche Intelligenz unterstützen, Quellen im Internet auszuwerten. Genauer gesagt hilft hierbei die Technologie des Natural Language Processing, die es Computern ermöglicht, Texte inhaltlich zu erfassen. Der Schritt zur Auswertung ist dann technisch einfach.
    => Zeiterparnis für Lehrer sowie Erweiterung des Wissenshorizonts
  • Reproduzierbarkeit: Lerninhalte können wie von WIkipedia bekannt für jeden zugänglich gemacht und kopiert werden. Sollen die Inhalte nicht öffentlich sein, können Lehrer*innen die Inhalte im kleinen Kreis mit anderen Lehrer*innen austauschen.
    => Zeitersparnis und Sharing-Gedanke
  • Korrigierbarkeit: Physische Arbeitsblätter, die an Schüler ausgeteilt wurden, sind nicht mehr korrigierbar, ohne sie einzusammeln. Digitale Inhalte können auch nach dem Verteilen noch angepasst werden, sollte sich ein Fehler eingeschlichen haben.
    => Zeitersparnis sowie richtige Inhalte
  • Zugriff von Überall: Sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen können auf die Lerninhalte jederzeit zugreifen. So ergibt sich eine höhere Flexibilität, beispielsweise kann man auch mal Lerninhalte im Zug, im Freibad oder am See erstellen oder anpassen. Auch Schüler*innen, die heutzutage einer höheren Flexibilität im familiären Umfeld ausgesetzt sind, haben diesen Vorteil.
    => Zeitliche und räumliche Flexibilität
  • Möglichkeit zu Teilen: Lerninhalte können auf Knopfdruck mit der Zielgruppe geteilt werden. So können z.B. auch Hausarbeiten nach dem Unterricht noch nachgereicht oder angepasst werden.
    => Schnelle Verfügbarkeit ohne den Bedarf sich vorher zu Treffen

 

 

 

 

Danke für die Infos, aybel e.V., aber wie kann ich die Zukunft heute schon nutzen?

Wir bei aybel e.V. lieben das Thema Lernen und Lehre. Wir arbeiten selbst mit unterschiedlichen Tools und haben euch untenstehend eine kleine Lieblingsauswahl dargestellt. Die Liste wird ständig erweitert.

 

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Corona-Check

Physischer Distanz => Check

Vermeidung von Gruppen => Check

Lernkontrolle => Check

Virtueller Kontakt => Kein Check, aber nicht benötigt

Zeitersparnis => Check

 

 

Fazit

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